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Zeitliche Auslastung:
Die woechentliche Arbeitszeit betraegt 42,5 Stunden.
Tätigkeiten:
September 1999:
Ab dem 1. September 1999 war die "Wiener Library"
fuer Leser wieder zugaenglich. Dadurch machte ich erstmals
Bekanntschaft mit den verschiedenen Anfragen, die sich so
im Laufe eines Tages ergeben. Einerseits beobachtete ich die
Bibliothekare, die gerade Dienst hatten, um spaeter selbst
diese Arbeit uebernehmen zu koennen, andererseits wurde ich
schon mit eigenen Anfragen anvertraut.
Hauptsaechlich war ich allerdings mit der Uebersetzung des
Vorwortes des Buches "Deportationsbuch der in den Jahren
1942 bis 1945 von Leipzig aus gewaltsam verschickten Juden"
von Adolf Diamant, beschaeftigt. Dieses Buch beinhaltet eine
Liste von 2,557 deportierten Juden.
Zwei weitere Aufgaben waren die Bestaende zu ueberpruefen
und die Unterstuetzung eines Bibliothekars beim "Retrospective
cataloging". Von Zeit zu Zeit habe ich auch, gemeinsam
mit Bernhard Diwald, im Archiv gearbeitet. Dort waren wir
mit der Einlagerung von Dokumenten, die wegen der Renovierung
der Buecherei zuvor ausgelagert wurden, beschaeftigt.
Am Ende des Monats September wurde mir eine neue Arbeit zugeteilt:
ich war eine laengere Zeit mit der Archivierung von Pamphleten
beschaeftigt, damit ihr Erhalt auch in Zukunft sichergestellt
werden kann. Diese Arbeit wird mich auch im Oktober noch laenger
in Anspruch nehmen.
Dezember 1999:
Im Grossen und Ganzen war ich im Monat Dezember mit den selben
Arbeiten beschaeftigt wie im vorhergehenden Monat.
Diese Arbeiten waren:
Pamphlete sortieren, neu ordnen und archivieren.
Diese Arbeit ist insofern sehr wichtig, da viele der Pamphlete
in einem ziemlich schlechten Zustand sind und daher in saeurefreie
Ordner umgeordnet werden muessen.
Mit der Hand geschriebene Briefe aus dem Jahre 1939 auf den
Computer uebertragen und danach eine Uebersetzung ins Englische
anfertigen.
Diese Uebersetzung wurde Mitte Dezember schliesslich nach
monatelanger Arbeit fertiggestellt. Das angefertigte Dokument
besteht aus den deutschen Originaltexten und aus den dazugehoerigen
englischen Uebersetzungen. Insgesamt ist das Dokument mehr
als 100 Seiten lang. Eine Kopie des Dokuments wurde an den
Besitzer der Briefe gesandt, eine weitere Kopie wird in der
Buecherei aufbewahrt und archiviert.
Anfragen (sowohl Briefe als auch telefonisch) beantworten.
Unterstuetzung der Bibliothekare beim "Retrospective
cataloguing".
Den Leseraum beaufsichtigen und Lesern den Katalog der Buecherei,
den Fernseher oder auch das Mikrofilm-Geraet erklaeren.
Erledigen weiterer, kleinerer Aufgaben, die nicht so zeitaufwendig
waren.
Vom 24.12.1999 bis zum 3.1.2000 war die Buecherei geschlossen.
Am 23.12. habe ich einen meiner Urlaubstage verwendet.
Februar 2000:
Unterstuetzung der Unterrichtsbeauftragten der Buecherei
Dr. Jo Reilly bei der Durchfuehrung der Lesung "Der Aufstieg
des Antisemitismus in Oesterreich", gehalten von Herrn
Karl Pfeifer, dem frueheren Herausgeber der Wiener Zeitung
"die Gemeinde".
Fuehrung einer Gruppe von jungen Fotographen durch die Buecherei
und Gestaltung des Programmes, das den Teilnehmern die Institution
und auch den Holocaust ein wenig naeher bringen sollte. Unter
anderem verwendete ich Fotographien, Videos und wertvolle,
rare Objekte, um den Besuch der jungen Leute so interresant
wie moeglich zu gestalten.
Pamphlete sortieren, neu ordnen und archivieren.
Unterstuetzung des Vize-Direktors der Buecherei beim "Wiener
Library Newsletter". Ich gestaltete eine Seite und half
auch bei der praktischen Durchfuehrung, sprich bei der Versendung
der Newsletter.
Anfragen (sowohl Briefe als auch telefonisch) beantworten.
Unterstuetzung der Bibliothekare beim "Retrospective
cataloguing".
Den Leseraum beaufsichtigen und Lesern den Katalog der Buecherei,
den Fernseher oder auch das Mikrofilm-Geraet erklaeren.
Am 29.2.2000 besuchten die Angestellten der "Wiener Library"
das "Imperial War Museum". Dort wurde uns genau
erklaert wie die neue Holocaust Austellung, die im Juni eroeffnet
wird und an der unsere Buecherei mithalf, aussehen wird.
Ich begann im Monat Februar ein neues, ueber mehrere Monate
andauerndes Projekt: Naemlich das Katalogisieren von Videos.
Da die Videos der "Wiener Library" noch nicht im
Hauptkatalog eingegliedert und somit schwer fuer Leser zugaenglich
sind, entschied der Chef-Bibliothekar den alten Videokatalog
auf den Computer zu uebertragen.
März 2000:
Pamphlete sortieren, neu ordnen und archivieren.
Anfragen (sowohl Briefe als auch telefonisch) beantworten.
Unterstuetzung der Bibliothekare beim "Retrospective
cataloguing".
Den Leseraum beaufsichtigen und Lesern den Katalog der Buecherei,
den Fernseher oder auch das Mikrofilm-Geraet erklaeren.
Videos katalogisieren
Zusammenstellung einer kleinen Austellung ueber Buecher, die
waehrend der Kriegsjahre verboten waren und auch verbrannt
wurden. Die Buecher wurden gemeinsam mit Fotos von Buchverbrennungen
ausgestellt. Der Anlass der Ausstellung war der Weltbuchtag
am 10.April. Die Wiener Library wollte mit dieser Schau zeigen,
welch grosse Bandbreite an Buechern verboten war.
Hilfe bei der Modernisierung des Fotoarchives. Das Fotoarchiv
der Wiener Library wurde mit einem neuen Computer ausgestattet,
der es dem Archiv ermoeglicht in Zukunft Bilder einzuscannen
und mit Hilfe eines neuen Programmes auf einer eigenen Datenbank
zu speichern. Dadurch wird das Archiv den Lesern viel leichter
zugaenglich gemacht.
Auch die Lagerung der Fotographien wurde geaendert. Es wurden
neue Regale errichtet, die mehr Platz bieten und es dadurch
moeglich machen die Fotos in grossen, saeurefreie Boxen optimal
zu archivieren.
Unterstuetzung von Lesern bei ihrer Suche nach Material. Oft
benoetigen Leser Hilfe, da der Katalog der Buecherei sehr
komplex und teilweise auch kompliziert ist.
August 2000:
Beaufsichtigung des Leseraumes.
Pamphlete sortieren, neu ordnen und archivieren.
Anfragen (sowohl Briefe als auch telefonisch) beantworten.
Unterstuetzung der Bibliothekare beim "Retrospective
cataloguing".
Videos katalogisieren.
Zeitungen und Journale sortieren.
Fortfuehrung der Konservierungsarbeiten an den Ullstein Dokumenten.
Unterstuetzung der Fotobibliothekarin.
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