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Der Standard 21. Juli 2005
| Neuer Gedenkdienst anerkannt: Zwei Zivildiener in Schanghai
Innenministerium ermöglicht Auslandseinsatz seit dem Jahr 1992 - nach und nach wurde das Angebot erweitert
Innsbruck - Das Center for Jewish Studies in Schanghai wurde vom Innenministerium als 25. Gedenkdienst-Stelle des Vereins für Dienste im Ausland anerkannt. Seit der Gründung des Vereins im Jahre 1992 wurde ein Netz von Zivildienststellen zunächst in Europa und Israel im Rahmen des Gedenkdienstes aufgebaut. Nach und nach wurde das Angebot mit Stellen in Nord-, Mittel- und Südamerika beziehungsweise in Afrika erweitert. Wie Vereinsobmann Andreas Maislinger erklärt, soll demnächst auch das Holocaust Center in Australien hinzukommen.
Die beiden ersten Zivildiener in Schanghai werden ihren 14 Monate dauernden Dienst 2006 antreten und bereiten sich bereits auf ihre Tätigkeit vor. Das im Aufbau begriffene "Museum der Zuflucht" wird an die jüdischen Flüchtlinge erinnern, die in Schanghai aufgenommen wurden, aber unter prekären Umständen leben mussten. Unter dem Druck Deutschlands und Japans mussten sie in Schanghai im Getto leben und litten unter Arbeitslosigkeit. Die österreichischen Zivildiener sollen sowohl in die Forschungsarbeit des Museums wie auch in dessen alltäglichen Betrieb eingebunden werden. (hs)
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